WM 2022: Nationalmannschaft beklagt “Vollkatastrophe” gegen Japan – die Brandherde bei Deutschland

Noch feierte die japanische Nationalmannschaft im Khalifa International Stadium in Al-Rayyan, als deutsche Fußballexperten bereits harte Einschätzungen abgaben.

Bastian Schweinsteiger analysierte im Fernsehsender „ARD“ das Scheitern der deutschen Nationalmannschaft im WM-Auftaktspiel gegen Japan: „Wir haben heute die Wahrheit gesehen: „Wir haben verdient verloren, weil wir unsere Fehler nicht korrigieren konnten.“

0:1 gegen Mexiko 2018, 0:1 gegen Frankreich 2021, jetzt 1:2 gegen die Blue Samurai – der einst als Team des Turniers bekannte Künstler ist zum dritten Mal in Folge fälschlicherweise bei einem Major-Turnier gestartet.

„Man merkt, dass der eine oder andere Spieler anfängt zu zittern. Das sollte ganz anders sein“, kritisierte Kapitän Manuel Neuer: „Andere Mannschaften können uns noch besser angreifen als die Japaner. Es ist schon seltsam, wie die Dinge hier laufen Totale Katastrophe für uns.”

Auch Lesen :  Fußball - Bale rettet Wales per Elfmeter - Remis gegen USA - Sport

Blätterbücher „Erlebnis BVB“

Das Spiel gegen die aggressiven Spanier (7:0 gegen Costa Rica) droht bereits am Sonntag (20 Uhr im Liveticker) zu Ende zu gehen.

Bundestrainer Hans-Dieter Flick hat fünf Tage Zeit, um eine Riesenblamage zu vermeiden – noch nie gab es bei einer WM einen so frühen Abstieg. Fünf Tage, in denen er einige wichtige Punkte regeln muss.

Allen voran die Verteidigung. An beiden Gegentoren waren Niklas Suhle und Nico Schlotterbäck schuld – Bundestrainer Hans-Dieter Flick verwies auf die “BVB-Erfahrung” mit seinem Kader, wie es ein Twitter-Nutzer zu Recht formulierte.

Auch Lesen :  Akkay hofft auf „St. Pauli-Effekt“: Türkgücü München will Sport- und Kulturzentrum in Riem bauen

Vor dem 1:1 setzte Sule Kaoru Mitoma unter Druck, blieb sehr passiv (75.). Beim 1:2 stand der zeitweilige Rechtsverteidiger im Abseits. Schlotterback hingegen ließ sich von Torschütze Takuma Asano umschwärmen und fühlte sich wie ein Seitensprung (83.).

Flick analysiert Niederlage: „Wut passt nicht zusammen“

Schweinsteiger schießt auf Sule

Sowohl von innen als auch von außen gab es heftige Kritik. „2:1 ist lächerlich“, sagte Verteidiger Antonio Rüdiger. Ilkay Gündogan: „Ich weiß nicht, ob bei der WM ein einfacheres Tor geschossen wurde“, sagte Ilkay Gündogan: „Das darf nicht passieren. Wir sind bei der WM dabei.“

„Wir haben bis zum Schluss nicht gut verteidigt“, sagte Kapitän Manuel Neuer. Und Bundestrainer Flick sagte: „Das sind individuelle Fehler, die wir bezahlen müssen. Das darf einfach nicht passieren. Das müssen wir stoppen.“

Eigentlich zielte der Weltmeister von 2014 Schweinsteiger auf Sule. Der Dortmunder habe sich beim 1:1 sogar “sehr, sehr schlecht” verhalten: “Für den Verteidiger hat es nicht gereicht. Das ist ein klassischer und wirklich schwerer Abwehrfehler.”

Vor dem 1:2 musste Sule hingegen “sehen, dass er da raus muss. Einem Verteidiger darf nie ein Fehler passieren”, lautete Schweinsteigers Urteil, dem sich der andere Weltmeister anschloss. Sami Khedira: „Das ist ein ganz offensichtlicher Fehler. Man muss immer auf die Innenverteidiger schauen.“

Ballack sieht ein generelles Abwehrproblem

Auch der langjährige DFB-Kapitän Michael Ballack sah generelle Probleme im DFB-Team. „Wir haben ein ganz großes Koordinationsproblem und dafür ist die Abwehr zuständig. Das ist unser großes Defizit“, sagte er bei MagentaTV.

Dass Deutschland nach der 1:0-Führung davongezogen sei, könne er nicht nachvollziehen und schob die Schuld auf mangelnden Defensivwillen. „Manchmal ist das Verteidigen gar nicht so schlecht. Dann müssen wir so ein Spiel einfach 1:0 gewinnen“, sagte Ballack.

Neuer serviert: “Total enttäuscht und verärgert”

Abstimmungsprobleme begannen vor langer Zeit, und die letzte Zeile wurde in Ruhe gelassen. “Die Stürmer sind sehr hoch. Es sind noch zehn Minuten im Spiel, also gehe ich zurück, verdopple auf den Flanken und helfe Sule. Wir machen immer einzelne dafür verantwortlich, aber es geht durch die Mannschaft. Jeder kann eine nehmen step. keep working”, kritisierte der Vize-Weltmeister seit 2002.

Neues Personal in der Abwehr?

Neuer kritisierte das Spiel aber auch von hinten. “Wer keinen Pass mit Aussage an die Front schickt, bekommt Geld. Das haben wir selbst mitgebracht”, kritisierte er. Als die Japaner aggressiver wurden, hatten sie nicht mehr “die Gelassenheit zu spielen”. Aber auch nicht “Schnelligkeit, Positionierung, Selbstvertrauen”.

Mit Spanien erwartet die Nationalmannschaft am Sonntag ein noch größeres Kaliber. Zuletzt, vor knapp zwei Jahren, verlor man in der Nations League gegen Furia Roja mit 0:6. Flick sollte sich sehr genau überlegen, ob er die Viererkette so belässt.
„Ich stehe immer zu Hansi, aber ich verstehe ein paar Dinge im Spiel nicht“, sagte Lothar Matthäus via „Bild“: „Der Bundestrainer muss Fragen ertragen. Zum Beispiel zur Aufstellung der Verteidiger. Warum nicht? t Kerer spielt, spielt er immer zuletzt “Die Tore kamen von außen. Sule ist kein Verteidiger.”

Als Ersatz stehen neben West Ham-Verteidiger Kerer auch die Freiburger Matthias Günther (innen) und Christian Günther (links) zur Verfügung. Ballack hingegen hält es für angebracht, Joshua Kimmich wieder auf die Position des Rechtsverteidigers zu holen – denn die Bayern gewannen 2020 unter Flick den Champions-League-Titel. Leon Gorecka könnte dann im Mittelfeld starten.

Der Angriff schlägt fehl

Aber auch an der Spitze wurde es nicht besser. 26 Torschüsse hatte der DFB für Japan, die Qualität aller Chancen führte zu einem „Expected Goals“-Wert von 3,08 (Japan: 1,46) – das Ergebnis war dagegen, aber Deutschland traf nur vom Elfmeterpunkt aus 111 Metern (Gundogan , 33).

Mit einem Offensivstar, der aus Serge Gnabry, Thomas Müller, Jamal Musiala und Kai Havert besteht, hat Flick ziemlich auf die Toilette gegangen. Während Gnabry und Musiala oft Pech hatten, kamen Havertz und Müller zu null Torgefahr. Von 26 Schüssen auf das Tor des DFB-Teams „Front Four“ erzielte Gnabri nur 9, sechs davon. „Die zwingende Lust auf das zweite Tor hat gefehlt“, sagte Neuer.

Müller nach 42 Tagen ohne Startelf auf den 11. Platz in einem WM-Spiel zu stellen, war ein Wagnis, das sich nicht auszahlte – auch wenn die Bayern zumindest ein paar Bälle in die nächste Mannschaft stecken (drei Assists). „Am Ende des Tages sollten wir uns die mangelnde Effizienz ganz klar selbst vorwerfen“, sagte der 33-Jährige selbstkritisch.

„Wir haben einige sehr gute Chancen herausgespielt und dann waren wir nicht effektiv. Japan war heute natürlich stärker als wir“, sagte Flick.

Japans Joker ist besser als Deutschlands

Auch in Sachen Interaktion gab es viel Luft nach oben. So passte Müller beispielsweise keinen Ball zu Havertz. Teilweise standen vier Personen in vorderster Angriffslinie, aber keiner forderte den Ball. Gündogan kritisierte offen: „Man hat so ein Gefühl nicht gesehen, dass alle wirklich den Ball wollen.“

Zweites Problem: Der Wechsel machte die deutsche Offensive noch schlechter. Während Japan mit Kaoru Mitoma, Takumi Minamino, Doan und Asano wirklich interessant war, waren Flicks Wechsel komplett vom Tisch.

Verdiente Niederlage: Müller kritisiert sich selbst

Lediglich Leon Goretzka zeigte Bewegung in Richtung Tor (90+5). Jonas Hofmann, Niklas Füllkrug, Mario Götze und Youssoufa Moukoko blieben in wenigen Minuten blass. „Auch die Auswechselspieler waren nicht glücklich“, so Matthäus abschließend.

Flick muss hinterfragen, ob der halbfitte Müller mit nur zwei Pässen ins offensive Drittel und gerade mal vier Ballaktionen in den gegnerischen Strafraum gut für die Mannschaft ist.

DFB-Elf bereits “mehr als unter Druck”

Es stellt sich auch die Frage nach einem Mittelstürmer, der Verteidiger ganz anders arbeiten lässt als Haverts – Torschütze Oman Füllkrug wäre hier die erste Alternative. In der 79. Minute eingewechselt, köpfte er den Ball ins japanische Tor (90.).

Unterm Strich ist gegen Spanien eine massive Leistungssteigerung nötig. „Wenn wir so gegen Spanien spielen wie in der zweiten Halbzeit, dann sind wir raus“, sagte Matthäus. Die Nationalmannschaft stehe bereits “unter enormem Druck. Sie sind zum Sieg verurteilt! Höchstwahrscheinlich wird nur ein Punkt nicht reichen.”

Im DFB-Kreis muss man erstmal die Steine ​​räumen. Laut Müller war die Niederlage “sportlich für die Spieler relativ einfach zu analysieren, aber emotional schwer zu fassen”. „Das ist eine absolute Enttäuschung. Ärger ist hier nicht angebracht, am Ende müssen wir alles uns selbst überlassen. Wir brauchen für die nächsten drei Tage einen klaren Kopf“, sagte Flick.

Gegen Spanien müsse man “zeigen, welches Potenzial die Mannschaft hat”, forderte Neuer. Doch ob das wirklich ausreicht, um Spanien in Verlegenheit zu bringen, darf nach dem düsteren Abschneiden am Dienstag bezweifelt werden.

Das könnte Sie auch interessieren: “Eine starke Geste”: Reaktionen auf den DFB-Protest in Katar

“Nicht gut genug!” Gündogan kritisierte die mangelnde Gelassenheit

V.M

Matthäus kritisiert Flick: „Ich habe manches nicht verstanden“

VOR 14 STUNDEN

V.M

“Ein ganz offensichtlicher Fehler”: Vater für die Ziege Sule

VOR 15 STUNDEN

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button