WM 2022: Gnadenlose Spanier demontieren Costa Rica zum WM-Auftakt

Aktualisiert am 23.11.2022 um 19:09 Uhr

  • Spanien ist mit einem überzeugenden Sieg über Costa Rica in die WM gestartet.
  • Für den Gruppenrivalen Deutschland, der sein erstes Spiel gegen Japan verloren hat, bedeutet der Sieg des Weltmeisters von 2010 bereits am kommenden Sonntag ein erstes Kopf-an-Kopf-Finale.

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Schnell, rücksichtslos und sehr bedrohlich: Spanien startete mit einem Gala-Auftritt in die WM und ließ vor dem Duell mit Deutschland die Muskeln spielen. Furia Roja schlug Costa Rica mit 7:0 (3:0), nur die jungen Stars um Ferran Torres und Gavi waren begeistert. Spanien unterstrich seinen Anspruch auf den zweiten Titel seit 2010 mit dem höchsten WM-Sieg der Geschichte.

Doch für die deutsche Nationalmannschaft wurde diese WM am Mittwoch deutlich komplizierter: Wenige Stunden nach der bitteren Auftaktniederlage gegen Japan (1:2) verwandelte sich das ohnehin als stark geltende Spanien in einen formidablen Gegner. Die Gruppe E, gegen die das DFB-Team am Sonntag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) spielt, muss punkten.

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Auch Dani Olmo (11.) von RB Leipzig, Marco Asensio (21.), Ferran Torres (31., Freistoß/54.) mit einem Doppelpack, Gavi (74.), Carlos Soler (90.) und Alvaro Morata (90.+2) trugen dazu bei der Sieg. Die junge Mannschaft von Trainer Luis Enrique spielte ein abwechslungsreiches und aus den Fugen geratenes Spiel, als Spanien zum ersten Mal seit 2006 seine erste Weltmeisterschaft gewann.

Das große Problem des mittleren Alters in Spanien

Da der Altersdurchschnitt der Spanier vor dem Turnier ein großes Thema sein soll, strebt ein „Gärtner“ den Titel an. Da nur noch ein Weltmeister von 2010 übrig ist, will Kapitän Sergio Busquets (34) es noch einmal wissen. Um ihn herum ist der viertjüngste Kader des Turniers mit neun Spielern, die nach der Jahrtausendwende geboren wurden – und drei davon in der Startelf.

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Gavi (18), Pedri (19) und Torres (22) sind bereits die Säulen des Teams, das war von Anfang an klar. Spanien legte in den ersten Minuten mit Schwung zu, Costa Rica kam erst gar nicht ins Spiel. Dann war es Gavi, der mit Olmo einen Doppelpass spielte, der Leipziger nahm den Ball mit und vollendete ihn mit einem Lupfer.

Mit seinen 24 Jahren ist Olmo bereits einer der erfahrensten Spanier und sein Tor war besonders: Das 100. in der Geschichte der Weltmeisterschaft, nur fünf Länder haben im Finale getroffen: Brasilien, Deutschland, Argentinien, Italien und Frankreich.

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Costa-Rica-Torhüter Keylor Navas ist chancenlos

Dann zeigte einer der alten Garde, dass die Ü30-Gruppe auch Fußball spielen kann: Jordi Alba traf durch Asensio zum 2:0, wieder ging es daneben. Wenig später benahm sich Alba im Strafraum brav und ließ einen der Teenager stehen: Torres trat fahrlässig von der Stelle.

Für den Costa-Ricaner-Torhüter Keylor Navas (35) wird die WM in der Tat eine seltene Gelegenheit, sich zu profilieren, bei Paris Saint-Germain ist er nur Ersatz. Doch das war am Mittwoch nicht möglich. Torres erzielte sein zweites Tor, Gavi startete neu und traf dann selbst. (AFP/lh)

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