Rückgang wie zu Pandemiebeginn: Stromverbrauch in Deutschland sinkt deutlich

Verringert wie zu Beginn der Pandemie
Der Stromverbrauch in Deutschland sinkt deutlich

Als 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, ging der Stromverbrauch in Deutschland deutlich zurück. Einen ähnlichen Rückgang stellte auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW im Oktober fest. Nicht nur wegen des heißen Wetters.

Laut Energiewirtschaft ist der Stromverbrauch in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Im Sommer lag der Energieverbrauch noch etwa auf Vorjahresniveau, berichtet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW in Berlin. Im September wurde vier Prozent weniger Strom verbraucht als ein Jahr zuvor. „Im Oktober betrug der Unterschied sogar neun Prozent“, erklärt der Branchenverband. „Einen derartigen Rückgang des Stromverbrauchs gab es zuletzt im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020.“

Im bisherigen Jahresverlauf lag der Verbrauch bei rund 434 Milliarden Kilowattstunden (kWh), 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet der BDEW mit einem Rückgang des Stromverbrauchs um gut zwei Prozent im Vergleich zu 2021. Als Grund für den Rückgang nennt der Verband die ungewöhnlich warme Witterung im Oktober, aber auch Einsparungen bei den Verbrauchern. in der Krise und Produktionsrückgang in der Industrie als Ursache.

Der Gasverbrauch lag zwischen Januar und Oktober bei rund 674 Milliarden kWh, 13,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Temperatureffekte lag der Verbrauch um 7,5 Prozent niedriger. Nach vorläufigen Berechnungen lagen die Werte im Oktober sogar 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Neben dem Einfluss der Temperatur liegt der Grund in der wirtschaftlichen Verlangsamung und Einsparungen aufgrund hoher Preise und sich ändernder Konsummuster.

Auf wöchentlicher Basis sind die Einsparungen sogar noch größer. Die Bundesnetzagentur teilte Anfang November mit, dass der deutsche Gesamtverbrauch allein in der 43. Kalenderwoche mit durchschnittlich 1672 Gigawattstunden pro Tag um gut 36 Prozent unter dem Durchschnittsverbrauch in denselben Kalenderwochen in der Vergangenheit lag vier Jahre. Dank milder Temperaturen könnten deutsche Haushalte beim Heizen sparen.

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