Meine Woche in Unterhaching – Bücher werden für Kinder lebendig – Landkreis München

Der Bürgermeister von Unterhaching, Wolfgang Panzer (SPD), hat bereits eine Entscheidung getroffen. Am kommenden Freitag, 18.11., liest er im Stadtgarten Wiesenhaus aus einem echten Klassiker, dem Kinderbuch „Provenda“ von Helma Heine. Anna Mattheis hingegen überlegt noch, welches Buch sie zum diesjährigen Nationalen Vorlesetag in der Villa Prabenfrew in Unterhaching mitbringt – so groß ist die Vielfalt an tollen Büchern. „Ich habe einen großen Haufen ausgesucht. Vielleicht lasse ich einfach die Kinder entscheiden“, sagt sie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Astrid Abu El Ella leitet Matis das Kinder- und Jugendamt der Gemeinde Unterhaching und organisiert die lokalen Aktivitäten zum Vorlesetag.

Meine Woche: Wissenschaftliche Studien belegen, dass Vorlesen eine wichtige Voraussetzung ist, um selbst gut lesen zu lernen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Vorlesen eine wichtige Voraussetzung ist, um selbst gut lesen zu lernen.

(Foto: Hans-Thomas Frisch/dpa)

Der Nationale Vorlesetag besteht seit 2004 und wurde von der Wochenzeitung ins Leben gerufen die Zeit, die Lesestiftung und die Deutsche Bahn Stiftung. Es soll zum häufigeren Vorlesen anregen. Einerseits schafft das gemeinsame Lesen Nähe, während das Hören von Geschichten die Fantasie von Kindern jeden Alters anregt. Zudem erweitert das Vorlesen den Wortschatz der Kinder und ist eine wichtige Voraussetzung, um selbstständig gut lesen zu lernen, wie wissenschaftliche Studien belegen. In diesem Jahr trägt die Aktion den Titel „Together“. Hunderttausende Menschen nehmen im Landkreis und deutschlandweit teil.

An dem Vorhaben sind nahezu alle Kinder- und Jugendeinrichtungen beteiligt, von der Kita über den Hort bis zur Kindertagesstätte. Mateis und Abu El Ella rufen Freiwillige aus dem ganzen Dorf auf, sich heute Morgen etwas Zeit zu nehmen und den Kindern eine Geschichte vorzulesen, die nach zwei Jahren virtueller Veranstaltungen aufgrund der Corona-Epidemie endlich wieder leben. Experten der Gemeinschaftsbibliothek wählten zusammen mit dem Ministerium für Kinder und Jugend einige der schönsten Bücher aus. Leser können aus dieser Vorauswahl wählen und das Buch dann ihrem jungen Publikum vorstellen.

Mattheis kann bestätigen, was für ein neugieriges und wertschätzendes Publikum von Kindern sie sind. „Man merkt beim Lesen, wie die Geschichten bei den Kindern Fragen aufwerfen und sie anregen“, sagt die zweifache Mutter. “Das ist auch für mich als Erwachsene eine tolle Erfahrung.” Rund hundert Leser haben sich bereits für die Unterhachinger Aktion angemeldet, doch Mati möchte noch mehr sehen. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] anmelden.

Natürlich sollte das Vorlesen nicht auf einen Tag im Jahr beschränkt sein. Mattheis hofft, dass die Aktion dazu anregt, sich regelmäßig als „lesende Großmütter“ oder „lesende Großväter“ zu engagieren.

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