Kölns Aus in der Conference League: Ovationen auf der Ehrenrunde – Sport

Diese eine letzte Chance muss erst noch kommen, wie fast immer, wenn eine Mannschaft nur noch ein Tor braucht und versucht, ihr Glück zu erzwingen. Die 47.000 in Köln-Müngersdorf warteten auf einen großen Moment, die Fans, lauter als Jerichos Fanfare, hörten in fieberhafter Spannung auf zu singen, und dann gab es eine Chance – in der dritten Minute der Nachspielzeit. Doch der Mann, der beim Stand von 3:2 für den 1. FC Köln gegen OGC Nizza im Fünfmeterraum stand, war Benno Schmitz.

Der 27-jährige Schmitz hat in seiner Profikarriere bereits mehr als 160 Einsätze für Salzburg, Leipzig und Köln absolviert, zuletzt vor achteinhalb Jahren als Jugendspieler sechs Tore erzielt. -0 Sieg über Bayerns Zweite Mannschaft SV Seligenporten in der bayerischen Regionalliga. Wie Steffen Baumgart später berichtete, hatte Schmitz seinem Trainer schon vor langer Zeit versprochen, endlich wieder ein Tor zu schießen. Doch als sich die perfekte Gelegenheit bot, machte sich Baumgart keine Illusionen: „Oh, ich weiß nicht“, sagte er zu seinen damaligen Erwartungen: „Ich habe kein großes Vertrauen in das Kopfspiel von Benno.“

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Hätte Schmitz eine Hereingabe von Linton Maina verwandelt, wäre Köln als Gruppenerster ins Achtelfinale der Conference League eingezogen. Sie sparten sich die Midterms und kehrten erst im März zurück. Insofern waren alle diejenigen, die am Donnerstagabend sagten, man konzentriere sich vielleicht besser auf die heimische Liga, völliger Unsinn.

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Trainer Baumgart sagt, er sei “glücklich, hier arbeiten zu können”

Der Trainer wollte die Reise nach Europa fortsetzen, die Mannschaft wollte es, ganz Köln am Rhein auch. Baumgart machte Schmitz nicht vor, dass er trotz eines starken Rennens nicht genug hatte, um ans Ziel zu kommen, sondern die technischen Probleme, die sein Team im Duell mit der großartigen Mannschaft von Lucien Favre behinderten. „Leider waren heute der ein oder andere Fehler zu viel“, sagte Baumgart, bevor er seine Liebe zum Ausdruck brachte: Er sei „überrascht“ von der Leistung und dem Spirit seiner Mannschaft und daher „glücklich, hier zu arbeiten“.

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Das sind große Worte, vor allem im Kontext scheinbar unbedeutender Konkurrenz. Doch die hierzulande oft als überflüssig geltende Conference League hat sich in Köln bewährt. Der Beifall der Gäste während der Ehrenrunde des Teams hatte schottische Ausmaße, der Applaus stieg wie ein warmer Mairegen.

„Es war einfach schön“, sagte Baumgart. Nur die Bürokratie der UEFA irritierte ihn: „Da gibt es viele, viele Dinge“, dachte er: „Leute, holt die Zäpfchen aus der Ecke und macht eine Pause, es geht um Fußball.“ Die UEFA wird diesen Rat sicherlich annehmen.

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