Geflügelhalter rechnen mit weiter steigenden Eierpreisen

Geflügelhalter rechnen mit weiter steigenden Eierpreisen in Deutschland. Geflügelhalter rechnen mit weiter steigenden Eierpreisen in Deutschland.

Geflügelhalter rechnen mit weiter steigenden Eierpreisen in Deutschland.

Quelle: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Derzeit liegen wegen der Vogelgrippe nur wenige Legehennen in den Ställen – gleichzeitig ist die Nachfrage nach Eiern weltweit hoch. Die Verbraucher werden wohl tiefer in die Tasche greifen müssen.

GFlügelbauern erwarten weitere Preissteigerungen für Eier in Deutschland. Vor Weihnachten dürften nach Einschätzung der Produzenten vor allem die billigsten Eier aus Bodenhaltung teurer werden. „Billig-Eier werden eher knapp“, sagte der Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke.

Bei den teuersten Eiern aus ökologischem Landbau oder aus freier Haltung ist heute nicht damit zu rechnen, dass die Ware knapper wird. In letzter Zeit waren die Kunden aufgrund der hohen Inflation sehr preissensibel und kauften tendenziell billigere Waren.

Mehrere Faktoren verteuern derzeit die Eierpreise: Die anhaltende Vogelgrippe führt in Europa zu einer geringeren Legeleistung von Hennen. Viele Betriebe haben nach Angaben der Branche wegen hoher Futterkosten ihren Viehbestand reduziert. Schließlich seien durch das Auslaufen der Kükentötung die Preise für Junghennen stark gestiegen, sagte Ripke: „Der Preis für Junghennen hat sich verdoppelt.“

Aufgrund der Vogelgrippe konnten Länder wie die Niederlande nicht mehr genügend Eier aus Bodenhaltung liefern. Laut Ripke liegt der Selbstversorgungsgrad bei Schaleneiern in Deutschland bei knapp über 70 Prozent. Der Rest wird importiert und 70 Prozent kommen aus den Niederlanden.

Die geringere Zahl an Legehennen treffe derzeit auf eine weltweit starke Nachfrage nach Eiern, sagte der Präsident des Bundesverbandes Eier, Henner Schönecke: „Es ist so, dass die Amerikaner in Europa derzeit Eier kaufen, weil sie keine haben genügend.” Jeder Erzeuger denkt darüber nach, wo er seine Eier verkauft. Das könnte bedeuten, dass im Lebensmittelmarkt einige Eier im Sortiment fehlen. Situationen wie in Großbritannien, wo Discounter den Einkauf teilweise auf ein bis zwei Packungen pro Kunde beschränken, sind in Deutschland nicht zu erwarten.

Weil die Küken nicht getötet wurden, war der Eierpreis bereits im vergangenen Jahr um zwei Cent pro Ei gestiegen. In diesem Jahr wird es aufgrund der gestiegenen Futterkosten noch einmal eine Erhöhung um zwei Cent pro Ei geben. „Die günstigsten Eier liegen heute bei 1,99 Euro für zehn Stück“, sagte Schönecke. Aufgrund der Vogelgrippe und dem damit verbundenen Bedarf an Legehennen in den betroffenen Regionen ist zu erwarten, dass Freilandeier im neuen Jahr noch knapper werden.

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