„Fuckboy“-Tweet sorgt für Empörung: RBB-Frau verhöhnt mutige Iranerinnen | Politik

„Fuckboy“-Tweet sorgt für Empörung |

RBB-Frau verspottet tapfere Iranerinnen

Ein Redakteur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (arbeitet u.a. für RBB, Funk) hat auf Twitter den Ton falsch angesetzt.

Wort für Wort schrieb sie über den Kurznachrichtendienst: “Ich wünsche den #iranischen Frauen, dass die Revolution Früchte trägt, damit sie sich freiwillig den Puckboys unterwerfen können.”

Es tut uns leid? „Fuckboys“ ist eine Art Slangbegriff und bezieht sich auf Männer, die Frauen ins Bett holen und dabei ernsthafte Gefühle und Absichten vortäuschen, ohne wirklich an einer Beziehung oder einer tieferen Verbindung interessiert zu sein.

Natürlich ist der Herausgeber besorgt über die Abwertung westlicher Wertvorstellungen von Sexualität. Als ob die Verabredung mit einem Mann, der hauptsächlich an Sex interessiert ist, wie das Leben unter dem Mullah-Regime ist, das Frauen schlägt und einsperrt, weil sie kein Kopftuch tragen!

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Ein absoluter Hohn auf den mutigen Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit, den iranische Frauen seit Wochen unter Einsatz ihres Lebens riskieren. Wer im Iran die religiös vorgeschriebene Kleiderordnung des Mullah-Regimes in Frage stellt, dem droht der Tod!

Beispiel: Mehsa Amini (22) wurde in der Hauptstadt Teheran auf offener Straße festgenommen, weil sie „unislamisch“ gekleidet war. Die Iranerin mit kurdischen Wurzeln war auf dem Weg zu einem Familientreffen. Die junge Frau wurde in einem Polizeiauto auf der Stelle geschlagen. Kurz darauf brach Mehsa Amini in einer Polizeiwache zusammen und fiel ins Koma. Sie starb drei Tage später im Krankenhaus an den Folgen einer Schädelverletzung und einer Hirnblutung.

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Und der Redakteur (Benutzername @carlottbru) des ÖRR? Nach vielen Beschwerden musste sie zugeben, dass sie falsch lag, löschte ihren Tweet und entschuldigte sich.

Auf BILD-Nachfrage sagten die Redakteure von RBB und Funk, sie hätten „mit dem Tweet und der Löschung nichts zu tun“.

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„Wir teilen den Inhalt nicht ausdrücklich“

Nach mehrmaligem Nachfragen stellte Funk klar: „Der fragliche Tweet, für den sie sich inzwischen entschuldigt hat, stammt von ihrem privaten Twitter-Account. Ihr steht es wie allen Kollegen frei, ihre private Meinung zu äußern, solange dies im Rahmen geschieht.“ der Rechtsordnung. Allerdings teilen wir bei Funk den Inhalt des inzwischen gelöschten Tweets nicht ausdrücklich.”

Offenbar gab es interne Beschwerden: Am Freitagmorgen schmückte @carlottbru noch die sogenannte Twitter-Bio (eine Kurzbeschreibung ihrer Person) ihrer Arbeit beim RBB, am Mittag verschwand dieser Teil.

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