Deutschland lehnt von der EU geforderte Hackbacks ab

DRusslands Invasion in der Ukraine begann am 24. Februar nicht damit, dass Panzer über die Grenze rollten, sondern mit einem ausgeklügelten Cyberangriff. Russische Computer griffen das Satellitennetz KA-SAT des amerikanischen Telekommunikationsunternehmens Viacom an. Rund 30.000 Nutzer waren plötzlich offline, darunter etliche Kommandoposten, Energieunternehmen und Behörden in der Ukraine, aber auch Windparks in EU-Staaten. Sie wiederum machen später Russland für diesen “unverantwortlichen Cyber-Angriff” verantwortlich. David Cattler, der für Geheimdienstanalysen zuständige Geheimdienstoffizier der NATO, schrieb: „Als die Invasion begann, setzten russische Cyber-Einheiten mehr zerstörerische Software ein, als jede andere Cyber-Macht normalerweise in einem Jahr einsetzt. .

Der russische Angriff auf das Satellitennetzwerk wird in der neuen Strategie der EU-Kommission zur Verteidigung im Cyberspace erwähnt. „Streitkräfte sind in hohem Maße von kritischer ziviler Infrastruktur abhängig, sei es für Mobilität, Kommunikation oder Energieversorgung“, sagte er mit Blick auf KA-SAT. In der Cyberwelt war dieser Angriff ungefähr dasselbe wie die Explosionen auf der dreiadrigen Nord-Stream-Pipeline in der Ostsee. Es machte der EU ihre Verwundbarkeit bewusst – und Russlands Offensivfähigkeiten in der digitalen Welt. Eine Antwort darauf gibt die Strategie, die an diesem Mittwoch von der EU-Kommission beschlossen werden muss und in der FAZ als Entwurf vorliegt. Und er hat das Talent.

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In dem 20-seitigen Dokument mahnt die Kommission die Mitgliedsstaaten nicht nur, enger zusammenzuarbeiten, um Cyberangriffe zu analysieren und einzudämmen. Es ermutigt sie auch zu digitalen Gegenangriffen. „Die Mitgliedstaaten müssen sich dringend und vorrangig dazu verpflichten, in die gesamte Bandbreite der Cyberverteidigungsfähigkeiten zu investieren“, heißt es in dem Text, „einschließlich aktiver Verteidigungsfähigkeiten“. einen Kampf austragen. Dazu gehören sogenannte „Hackbacks“, bei denen der Angreifer den Server des Angreifers lahmlegt oder andere Teile kritischer Infrastruktur angreift.

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Der Begriff selbst wird in der Strategie nicht erwähnt, wohl hauptsächlich in Bezug auf Deutschland. Denn „Hackback“ ist zu einem Schlagwort in der politischen Debatte geworden, wie der Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP zeigt. „Wir lehnen Hacking als Mittel der Cyberabwehr grundsätzlich ab“, sagt er. Die vorherige große Koalition hatte bereits deutlich gemacht, dass sie den Begriff “nicht konzeptionell verwendet”.

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