Deutsches Davis-Cup-Team verpasst Halbfinale | Freie Presse

Deutschlands Hoffnungen auf ein zweites Davis-Cup-Halbfinale in Folge wurden zunichte gemacht. Die Tennisspieler der Männer zeigten große Kämpfe ohne Alexander Zverev. Die Kette ist gerissen.

Malaga.

Deutschlands Davis-Cup-Mannschaft verpasste eine überraschende Überraschung gegen Kanada und muss weiter nach dem ersten Titel seit 1993 bei dem prestigeträchtigen Turnier der Nationen suchen. Die Mannschaft von Michael Coleman verlor am Freitagabend in Malaga mit 1:2 gegen die Kanadier.

Das Paar Kevin Kravitz/Tim Puets, das zuvor im Davis Cup gescheitert war, verlor im entscheidenden Paar. Im ersten Spiel des Abends brachte Jan-Lennard Struff die Deutschen in Führung, Oscar Otte verlor daraufhin seinen ersten Sieg für die Schwarz-Rot-Goldenen.

Ohne den verletzten Olympiasieger Alexander Zverev tat sich das Oath-Team vor rund 7.500 Zuschauern zeitweise schwer. Deutschlands Hoffnung auf einen vierten Davis-Cup-Titel nach 1988, 1989 und 1993 blieb mit Blick auf den Davis-Cup-Titel ein Traum. Besonders bitter: Für das deutsche Paar wurde nach 15 Siegen in Folge eine schreckliche Serie mit 6:2, 3:6, 3:6 nach Mitternacht geschlagen.

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Kohlmann hatte für das Teamrennen in der andalusischen Küstenstadt etwas „Außergewöhnliches“ angekündigt und ließ sich zunächst nicht enttäuschen. Die in den vergangenen Tagen oft beschworene „spannende Teamdynamik“ hat zumindest bei Struff vielversprechende Extraenergien freigesetzt. Schon vor der ersten Kundgebung bildete Warsteiner mit seinen Kollegen einen Kreis und bereitete sich auf einen möglichen Staatsstreich vor. “Let’s go”-Rufe aus dem Block der deutschen Fans hallten über das Feld.

Trotz der offensichtlichen Außenseiterrolle war das Selbstvertrauen der deutschen Mannschaft deutlich zu spüren. Struff startete mit einem Stand von 5:3 im direkten Vergleich mit Denis Shapovalov in die Partie. Otte hatte das Gefühl, dass Felix Auger-Aliassime im Oktober kurz vor der Niederlage stand. Struff sollte von einem seiner Lieblingsgegner nicht enttäuscht werden.

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Wie schon bei den Erfolgen im September hat sich Warsteiner auch im Davis Cup selbst übertroffen. Der 32-Jährige, dessen Saison von einer zwei Monate alten Beinverletzung getrübt wurde, besiegte Shapovalov in einem Tennis-Krimi mit 6:3, 4:6, 7:6 (7:2). „Der Spirit unserer Mannschaft macht es zu etwas ganz Besonderem, in Deutschland zu spielen. Das motiviert mich noch mehr“, sagte Struff, nachdem er den Matchball im entscheidenden Satz beim 5:3 und später beim 5:4 serviert hatte. „Es war sehr schwierig, Ruhe zu bewahren, aber auch Druck auszuüben“, beschrieb der Deutsche die Mischung der Gefühle.

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Auch Otte spielte bei sommerlicher Hitze gegen Auger-Aliassime eines seiner besten Spiele seit seiner Knieoperation im Sommer. Der kanadische Überflieger hat in den letzten Wochen beim 6:7 (1:7), 4:6 mehr Probleme gemacht als viele andere. „Ich kann mir heute keine großen Vorwürfe machen. Wenn es heute jemand anderes gewesen wäre, hätte ich vielleicht gewonnen“, sagte der Kölner.

Am Ende war es eine starke deutsche Leistung ohne Happy End. Nächstes Jahr, 30 Jahre nach dem letzten Davis-Cup-Erfolg, gehen die Tennisspieler auf die Jagd nach dem nächsten Titel. (dpa)

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