Bundesamt gibt Daten bekannt – Wirtschaft im Rückwärtsgang?

Energiekrise und Inflation

Das Bundesamt gibt Daten bekannt. Wirtschaft im Rückwärtsgang.




Der Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auch auf die deutsche Wirtschaft aus.

Der Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auch auf die deutsche Wirtschaft aus.

Foto: Bernd Thissen/dpa

Die Inflation betrifft Verbraucher und Unternehmen. Volkswirte rechnen im Sommer mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Es gibt kein schnelles Nachlassen der Inflation.

28.10.2022, 04:42

Wiesbaden. Belastet von einer Energiekrise und einer explodierenden Inflation steht die deutsche Wirtschaft laut Ökonomen am Rande einer Rezession.

Das Statistische Bundesamt hat am Freitag (10.00 Uhr) mitgeteilt, wie sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine entwickelt hat. Am Nachmittag veröffentlichen die Wiesbadener Behörden die erste Einschätzung zur Inflation im Oktober.

Einschätzung von Experten

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland dürfte nach Ansicht vieler Ökonomen im Sommer im Vergleich zum Vorquartal zurückgehen. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise heizen seit Monaten die Inflation an. Die jährliche Inflation stieg im September auf 10,0 Prozent, den höchsten Stand seit 70 Jahren. Hohe Inflationsraten mindern die Kaufkraft der Verbraucher, die sich weniger Geld pro Euro leisten können. Dies könnte den Konsum als wichtige Stütze der Wirtschaft schwächen.



Ein schnelles Nachlassen der Inflation ist noch nicht sichtbar. Nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird der jüngste starke Rückgang der Gasgroßhandelspreise erst mit Verzögerung bei Bürgern und Unternehmen ankommen. „Für die Verbraucher ist das mittelfristig nur eine gute Nachricht, denn die hohen Preise des letzten Jahres werden sich noch auf das nächste Jahr übertragen“, sagte Habek.

Die Rekordinflation trifft auch die Unternehmen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober erneut verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsumfeldindex ist im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,1 Punkte gesunken und erreichte 84,3 Punkte. „Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt eingetrübt“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Im zweiten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt noch am niedrigsten und legte zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vorquartal deutlich um 0,8 Prozent zu. Laut Ökonomen stehen Europas größter Volkswirtschaft einige schwierige Monate bevor, da sie wahrscheinlich in eine Rezession abgleiten wird.

Die Prognosen für das Gesamtjahr gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft dank Zuwächsen im ersten Halbjahr weiter wachsen wird. Volkswirte erwarten für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Der kommende Konjunktureinbruch dürfte nach Einschätzung einiger Ökonomen zwar heftiger ausfallen als in vielen anderen europäischen Ländern, aber nicht so schlimm wie 2020. Während der Corona-Krise. Damals war das Bruttoinlandsprodukt Europas größte Volkswirtschaft um mehr als vier Prozent reduziert.

(
© dpa-infocom, dpa:221028-99-291638/2 (dpa)
)

Source

Auch Lesen :  Anteilseigner von Tesla: Nach Musks massivem Aktienverkauf: Das sind jetzt die größten Tesla-Aktionäre des NASDAQ-Wertes | Nachricht

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button