Baerbock: Deutschland steckt 60 Mio. Euro in Fonds gegen Klimawandel

aus Der Außenminister Baerbock

„Wir liefern jetzt“ – Deutschland kündigt 60 Millionen Euro für Mittel gegen den Klimawandel an

“Es ist notwendig, dass alle Länder der Welt beschließen, hier zu sein”

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich während der Klimakonferenz COP27 für einen Klimaclub eingesetzt. Man könne es auch anders angehen, müsse aber aufpassen, dass die Pioniere nicht unter „hässlicher Konkurrenz“ stünden, sagt Scholz. Die vollständige Erklärung finden Sie hier.

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Deutschland investiert erneut in einen Fonds zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels. Um weiteren Schaden zu vermeiden, sei es laut Außenministerin Annalena Baerbock auch wichtig, auf erneuerbare Energien zu setzen – statt bei Öl, Diesel und Gas bei der Vergangenheit zu bleiben.

dDeutschland erhöht seinen Beitrag zum Internationalen Fonds zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels um 60 Millionen Euro. Das kündigte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Donnerstag auf der UN-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh an. In seiner Rede im sogenannten Ministersegment der Konferenz forderte er zudem eine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen noch in diesem Jahrzehnt.

„Ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass Deutschland weitere 60 Millionen Euro zum Anpassungsfonds beitragen wird“, sagte Baerbock in seiner Rede. Deutschland hat seinen Beitrag zu diesem Fonds, der die ärmsten Länder bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützen soll, im vergangenen Jahr von 50 Millionen Euro auf insgesamt 440 Millionen Euro aufgestockt.

Baerbock betonte, dass zur Vermeidung weiterer und größerer Schäden durch die Erderwärmung „mehr Ehrgeiz bei der Reduzierung von Emissionen“ erforderlich sei. „Das 1,5-Grad-Ziel werden wir nur am Leben erhalten können, wenn wir die Emissionen nicht in den Jahren 2030, 2040, 2050 oder 2060 reduzieren, sondern nur, wenn wir sie jetzt reduzieren“, stellte der Außenminister klar.

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Sie betonte, dass ein ehrgeiziges Arbeitsprogramm zur raschen Emissionsminderung und Fragen der Klimafinanzierung „zwei Seiten derselben Medaille“ seien. Wenn es nicht gelänge, bis 2030 deutlich weniger Treibhausgase auszustoßen, „dann reden wir nicht mehr von einer 1,5-Grad-Welt“, warnte Baerbock. “Dann werden wir nicht mehr genug Geld auf der Welt aufbringen können, um alle Kosten für wetterbedingte Verluste und Schäden zu decken.”

Deshalb sind ehrgeizige Emissionsziele so wichtig. Der Außenminister verwies auch auf die vielen Menschen, die bereits durch den Klimawandel gestorben oder aus ihrer Heimat vertrieben worden seien. So müssen Sie nicht Jahre und Jahrzehnte warten. Bei den weiteren Verhandlungen in der Klimakonferenz müssten alle Delegierten an diese Menschen denken, aber auch an die Folgen, “dass die Klimakrise schon in ihren Ländern ist”. „Lasst uns jetzt liefern“, forderte er die Teilnehmer auf.

Um Emissionen zu reduzieren, warb Baerbock für Klimapartnerschaften, wie sie am Dienstag Deutschland mit Südafrika und mehrere Industrieländer mit Indonesien geschlossen haben. “Wir laden andere Staaten ein”, schlug er vor, durch konkrete Schritte “Visionen in die Realität umzusetzen”. Es gehe darum, „mit erneuerbaren Energien eine Zukunft aufzubauen, statt mit Öl, Diesel und Gas auf der Vergangenheit zu beharren“.

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Alternative Energiequellen

Später am Tag signalisierte Baerbock Kompromissbereitschaft in der besonders umstrittenen Frage der Kompensation von Klimaschäden. Es gehe um Lösungen, “die den am stärksten gefährdeten Staaten sofort helfen und nicht in ein paar Jahren”, sagte er. Ehemalige Industrieländer müssten “die Verantwortung für die Klimaschäden der Vergangenheit und sogar den größten Teil der Gegenwart übernehmen”. Auch “alle großen Emittenten” von Treibhausgasen sollten zumindest die Verantwortung für künftige Klimaschäden übernehmen, sagte Baerbock, ohne direkt China zu nennen, das seit Jahren der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen ist.

Hauptargument in Sharm el-Sheikh ist die Schaffung einer neuen Finanzfazilität – als Fonds – für Klimaschäden („Loss and Damage“), die Entwicklungsländer vehement fordern. Auch China unterstützt diese Forderung, hat bisher aber selbst keine Zahlungsbereitschaft gezeigt. Auch Baerbock erklärte sich bereit, ein „neues Instrument“ zu schaffen, allerdings auf einer breiteren Basis. “Wir wollen dieses Finanzierungsinstrument”, sagte der Außenminister. Allerdings muss sie in ein „finanzielles Mosaik“ aus verschiedenen Instrumenten eingebettet werden.

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