„Abfüllerei“ Holzkirchen startet mit vollem Laden

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aus Andreas Höger

Eine Teilung

Nur so viel wie nötig.  Bei der Eröffnung der „Abfüllanlage“ am Samstag in der Münchner Straße bewirtete Vorstand Heidi Fries die Kundin Hildegard Hull aus Otterfing.
Nur so viel wie nötig. Bei der Eröffnung der „Abfüllanlage“ am Samstag in der Münchner Straße bewirtete Vorstand Heidi Fries die Kundin Hildegard Hull aus Otterfing. ©Thomas Plettenberg

Einkaufen ohne Verpackung. Nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitung ist aus dem Idealismus einiger Mitarbeiter ein Ladenverkauf geworden. Der „Abfüllladen“ Holzkirchen, der erste Unverpackt-Laden des Landkreises, hat eröffnet. Die Euphorie ist groß, das Marktumfeld komplex.

hölzerne Kirchen – Heidi Fries ist voller Glück. Am Samstag (12.11.) wurde ein Projekt verwirklicht, an dem er und 14 Kollegen mehrere Monate hartnäckig und mit großem Einsatz gearbeitet haben. Die Eröffnung von Filler, einem kleinen Großmarkt, der bewusst auf Verpackungen verzichtet und ganz auf Bio setzt, lockte den ganzen Tag über viele Neugierige in die nagelneuen Verkaufsräume in der Münchner Straße (ehemals Hafnerei). „Die Stimmung war super“, schwärmt Fries, der zusammen mit Sabina Kamin im Vorstand der Holzkirchener Unverpackt-Genossenschaft sitzt, die den Laden betreibt.

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Die Bandbreite ist groß. Auf einer Verkaufsfläche von 80 Quadratmetern warten 700 Produkte in Gläsern, Körben oder Tüten darauf, in von Kunden mitgebrachte Behältnisse verpackt zu werden. „Wir sind ein kleines Kaufhaus mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und Kunsthandwerk“, sagt Fries. Neben Bio-Qualität setzt das Team auf die regionale Herkunft des Sortiments. Am Eröffnungstag kauften die Kunden es mit Begeisterung.

Bei Live-Musik und Trommeln sei „den ganzen Tag gebrodelt“, freut sich Fries. “Sie haben uns fast den leeren Laden gekauft.” Das Team erhielt sehr positives Feedback. Viele Gäste waren überrascht, dass die Preise nicht den Erwartungen entsprachen. „Wir müssen Preise kalkulieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, weiß Fries. Andererseits sei die Bereitschaft der Kunden zu spüren, für Reis aus Dachau mehr zu zahlen als für Reis aus China. „Regionale Produkte bekommen wieder einen Mehrwert“, findet Holzkirschners Frau.

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Was die Öffnungszeiten anbelangt, so ist die Abfüllerei in den ersten Monaten wochentags von 9 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr, samstags bis 16 Uhr besetzt Bis Februar soll das so bleiben, sagt Fries. “Wir wollen herausfinden, wo die Spitzenzeiten sind.” Denn langfristig muss der Markt auch auf die Personalkosten achten. Derzeit werden fünf festangestellte Mitarbeiter von zehn Freiwilligen unterstützt. Überraschend sprang Geschäftsführerin Doris Cordon ein. “Wir suchen noch einmal”, sagt Fries. Cordon bleibt dem Projekt gegenüber freundschaftlich verbunden.

Fries macht sich keine Sorgen, dass die „Unverpackt“-Läden in der Region, etwa in Zorneding, Bad Tölz und Wolfratshausen, derzeit große Probleme wegen Umsatzeinbrüchen haben. Es setzt auf ein breites Angebot, eine gute Lage und vor allem auf ein kleines Tagescafé (20 Plätze) als Besuchermagnet. „Wir werden auch Mittagessen anbieten“, sagt Fries. “Wir glauben, dass wir auf diese Weise Kunden haben werden.” Die 149 Mitglieder der Genossenschaft, die Aktien im Wert von je 150 Euro gezeichnet haben, dürften Stammkunden sein.

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Die Genossenschaft sieht ihr Engagement nicht auf die „Abfüllanlage“ beschränkt. Buchlesungen oder kleine Kochkurse sind im Workshopraum geplant, ebenfalls erhältlich beim Gastgeber. „Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen und Nachhaltigkeit rund ums Essen zu fördern“, sagt Stadtrat Fries. Ein „kleiner Bio-Großmarkt“ (Pommes), der ohne Verpackung auskommt, ist ein gutes Beispiel, das gut zu Holzkirchen passt; “Ich bin sehr optimistisch, dass das hier funktionieren wird.”

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

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